Anfang Juli 2023 machen wir uns auf den Weg zu einem zweiwöchigen Urlaub in Dänemark. Auf dem Programm stehen in der ersten Woche ein Besuch im Legoland Billund mit Übernachtung im Legohotel und in der zweiten Woche haben wir ein Ferienhaus auf der Insel Falster am Strand gemietet. Da unsere Kinder keine langen Autofahrten mögen, begrenzen wir die Fahrten auf max 3 Stunden reine Fahrzeit pro Tag und machen mehrere Pausen, dies hat sich bereits in der Vergangenheit bewährt.
Ankunft in Dänemark
Von Trondheim aus fliegen mit Scandinavian Airlines (SAS) direkt nach Kopenhagen. Der anderhalbstündige Flug ist für uns mit kleinen Kindern ganz gut zu bewältigen. Da wir aber erst am Abend in Dänemark ankommen, verbringen wir die erste Nacht im Clarion Hotel am Flughafen von Kopenhagen. Wir haben zwei Doppelzimmer gebucht und haben sogar Zimmer mit Durchgangstür bekommen, sodass es sich ein bisschen wie eine Ferienwohnung anfühlt. Die Betten fand ich auch überraschend bequem und das Frühstücksbuffet im stylischen Restaurant war sehr umfangreich und der Service zuvorkommend. Die Kinder haben sogar ein Malheft und Stifte angeboten bekommen.
Nach dem Frühstück heißt es für mich wieder packen, während mein Mann den Mietwagen abholt. Wir checken aus und fahren direkt los Richtung Vejle, wo wir die zweite Nacht verbringen werden. Auf dem Weg halten wir in Ringsted und essen bei Meatery. Die Preise in Dänemark sind für uns ähnlich wie in Norwegen, ausgeschrieben in dänische Kronen ist der Betrag zwar niedriger, aber wir müssen ca. 50% rauf schlagen um auf norwegische Kronen umzurechnen.
Zwischenstopp in Fredericia
Als die Kinder auf dem Weg unruhig werden, legen wir einen spontanen Halt in Fredericia ein. Wir schauen uns die Burganlage an und gehen einen Kuchen essen. Danach schlendern wir durch die Gassen und die Kinder probieren die Spielgeräte und Aktivitäten aus, die dort aufgebaut sind.

Danach geht die Fahrt weiter nach Vejle. Hier übernachten wir in einen einfachen BnB Hotel am Bahnhof, ohne üppiges Frühstücksbuffet, dafür sind wir aber nur nur 30 min Autofahrt vom Legoland entfernt. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen checken wir also aus und machen uns direkt auf den Weg zum Legoland.
Legoland Billund
Schon auf dem Parkplatz zeichnet sich ab, dass es relativ viele Besucher an diesem Tag gibt. Die Tickets für das Legoland hatten wir schon vorher bestellt und scannen an der Kasse einfach unsere Codes aus der E-Mail. Nur ich habe Probleme, gleichzeitig mich durch’s Drehkreuz und den Kinderwagen neben mir durchzuschieben und muss um Hilfe bitten, die aber zum Glück nicht lange auf sich warten lässt. Dann geht es endlich rein.



Der Besuch im Legoland ist das Highlight unserer Dänemarkreise, auf das die Kinder schon lange im Voraus hingefiebert hatten. Sie haben wirklich Spaß dort, auch wenn wir aufgrund des Regens nicht alles mitmachen können. Am ersten Tag gibt es immerhin einige Regenpausen und wir konnten einige Fahrgeschäfte ausprobieren. Die Kinder sind am meisten von der Miniaturwelt begeistert, in der Häuser aus Lego nachgebaut sind und Autos und Boote sich selbst bewegen. Obwohl wir alle Regenjacken tragen, suchen wir dann im strömenden Regen den family fashion store auf, in dem wir für die Kinder Regenhosen und für mich eine langen Regenparka kaufen, weil es sonst einfach keinen Spaß mehr gemacht hätte. Meine Empfehlung ist bei einem Besuch im Legoland auf jeden Fall auch Regenhosen und wasserabweisende Schuhe einzustecken, da selbst aus 10% Regenwahrscheinlichkeit, wie sie bei uns voraus gesagt wurde, ein sehr nasser Tag werden kann.
Zum Glück gibt es im Legoland Billund auch drinnen einige Attraktionen, denn am zweiten Tag gießt es noch heftiger. Wir haben uns die Indoor-Aktivitäten bewusst für den zweiten Tag aufgehoben, an dem wir nun drinnen Rennautos bauen und testen, mit Lego Duplo spielen und in der kurzen Regenpause Gold waschen und zu einer Münze pressen lassen. Das Highlight für die Kinder war aber das Atlantis by Sealife, wo sie kleine Haie und Rochen beobachten konnten.
Übernachtung im Legohotel
Abgerundet wird unser Besuch im Legoland durch eine Übernachtung im Lego Castle Hotel, wo wir zwei mal das Prinzessinnenzimmer gebucht haben. Das Zimmer ist eigentlich als Familienzimmer gedacht, mit Doppelbett für die Eltern und einem eigenen Bereich für die Kinder, mit Etagenbett, Spielkiste und sogar einem eigenen Fernseher. An den Wänden gibt es einige witzige Legoelemente, wie eine aus Lego gebaute Katze oder ein Schwert. Mit der gut gefüllten Lego-Spielkiste haben sich die Kinder lange beschäftigt, der Clou war allerdings der Save, der durch das Lösen eines Rätsels (Zählen der Banner und anderer Elemente im Hotel) und finden des Codes geöffnet werden kann. Die passende Überraschung im Save war ein Set von Lego Friends mit einer Schatztruhe, einer kleinen Figur mit Zauberstab und einem Häschen.



Fazit zum Legoland
Unseren Kindern hat es sehr gut gefallen, es war allerdings auch ihr erster Besuch in einem Freizeitpark. Auf der anderen Seite waren auch viele Familien aus unterschiedlichen Ländern dort und die Kinder schienen sich durchweg gut zu amüsieren.
Da ich als Kind selbst einige Male im Heidepark und Hansapark war, waren die Fahrgeschäfte wie Achterbahn und Wildwasserbahn und auch das Goldwaschen im wilden Westen nichts Neues für mich und doch war es in meiner Kindheit auch jedes Mal wieder toll in einen Vergnügungspark zu gehen. Das Besondere am Legoland sind dazu natürlich die aus Legosteinen gebauten Figuren und Häuser. Unseren Kindern hat die Eisenbahn, der Aussichtsturm, die Minilandschaft und das Atlantis am besten gefallen.
Wir haben zwei Tage Legoland gebucht und das war genau richtig bei dem regenreichen Wetter. Bei schönem Wetter bzw. richtiger Kleidung kann man an einem Tag aber auch schon einiges sehen und erleben.
Eine Übernachtung im Lego-Hotel ist natürlich kein Muss, denn es gibt auch andere Hotels in der Nähe vom Legoland, trotzdem war es ein tolles Erlebnis für die Kinder, die versteckte Überraschung im Save und die Legobox mit vielen Bausteinen hat sie den ganzen Abend beschäftigt.
Wir waren an einem Dienstag und Mittwoch im Park und es war am ersten Tag schon recht voll, am zweiten war es dagegen aufgrund des vielen Regens eher leer und man musste so gut wie gar nicht anstehen. Einige haben mir auch geschrieben, dass es am Wochenende weniger voll sein soll, weil viele Familien dann erst in Dänemark ankommen und ihre Ferienhäuser beziehen.



Ein Paar weitere Tipps, falls ihr ins Legoland Billund fahrt:
Am besten die Kinder vorher messen, weil die Kleinen nicht alle Fahrgeschäfte mitmachen dürfen.
Regenkleidung und wasserfeste Schuhe sowie einen warmen Pullover bzw. Fleecejacke einstecken, selbst im Sommer, weil das Wetter in Dänemark sehr wechselhaft sein kann und es wenig Spaß macht, wenn man friert.
Außerdem empfehle ich, die App vom Legoland herunterzuladen, auf der man den schnellsten Weg zu den Attraktionen, zum nächsten Klo oder auch die Wartezeiten für einige beliebte Fahrgeschäfte angezeigt bekommt.
Was mich überrascht hat, war, dass es in der Nähe vom Legoland auch noch viele andere spannende Ausflugsziele für Familien gibt. Vom Lalandia, einem Ferienpark mit Badeland, dem Wowpark (ein Kletterpark) sowie dem Givskud Zootopia haben wir erst vor Ort etwas erfahren.
Givskud Zootopia – Tierpark mit Safari Park und Dinosaurierpark
Als Ausflugsziel für den nächsten Tag entscheiden wir uns für den Givskud Zootopia, indem man entweder mit dem Zoobus oder dem eigenen Auto eine Safaritour machen und unter anderem Giraffen, Zebras und Löwen sehen kann. Außerdem kann man in vielen Bereichen das Auto stehen lassen und zu Fuß auf Entdeckungstour gehen. Zum Zoo gehört auch Dänemarks größter Dinosaurierpark, in dem man über 50 lebensgroße Dinosaurier bestaunen kann, was nicht nur unsere Kinder, sondern auch uns Eltern begeistert hat. Der Park ist außerdem schön grün und es macht Spaß durchzulaufen, kleine Kinder kann man auch problemlos im Kinderwagen durchschieben. Abgeschlossen haben wir unseren Besuch in Givskud mit Essen im Safari Fastfood Restaurant und bei den Ziegen im Streichelzoo. Außerdem gibt es hier noch einen großen Spielplatz und die Möglichkeit, sich das Gesicht anmalen zu lassen, die Dänen nennen das anscheinend „ansiktsteater“, also „Gesichtstheater“





Zur dänischen Sprache fällt mir übrigens wieder auf: ich kann mich problemlos auf Norwegisch verständlich machen und werde sogar für mein Dänisch gelobt (obwohl ich Norwegisch spreche), sobald ich aber eine Gegenfrage gestellt bekomme, verstehe ich nichts, besonders die Zahlen werden im Dänischen anders gebildet als im Norwegischen. Lesen und sprechen geht also super in Dänemark, wenn man Norwegisch kann, aber die Dänen zu verstehen ist noch mal eine ganz andere Sache.
Odense – Dänemarks drittgrößte Stadt
Von Givskud aus geht unsere Fahrt weiter nach Odense, der drittgrößten Stadt Dänemarks, wo wir in einem urigen Hofhotel übernachten. Von der Stadt haben wir bei unserem eintägigen Aufenthalt leider nicht viel gesehen, weil wir uns wieder für einen Ausflug in den Zoo entschieden haben. In Norwegen gibt es, soweit ich weiß, nämlich nur einen Zoo in Kristiansand und auch der nächste Wildpark ist fast vier Stunden Autofahrt von uns entfernt, deshalb kennen unsere Kinder Tierparks nur aus dem Dänemarkurlaub.
Dort haben wir dann auch endlich den von unserem Sohn ersehnten Papalöwen gesehen, Pinguine bewundert, Ziegen gestreichelt und lange auf dem schönen Spielplatz gespielt. Was ich in Dänemark so praktisch finde, sind die Bollerwägen, die man sich hier in vielen Parks ausleihen kann. Auf der Suche nach Abendessen, mussten wir feststellen, dass manche Restaurants in Dänemark anscheinend ausschließlich Take Away anbieten und keine Tische parat haben. Der zweite Italiener hatte dann aber zumindest eine Picknickbank vor der Tür zu stehen und so ließen wir diesen ersten warmen Tag in Dänemark mit einem Pizza-Picknick ausklingen.






Zwischenstopp im Diner
Nach unserem Tag in Odense machten wir uns am nächsten Morgen schon wieder auf dem Weg zur Insel Falster im Süd Osten Dänemarks. Auf der ca. zweieinhalb stündigen Fahrt machten wir spontan Halt in Nestved und aßen in einem amerikanischen Diner. Stacey’s Diner erkennt man schon von Weitem durch die Schulbushälften an den Wänden. Neben dem Schulbus, hat man auch die Möglichkeit in amerikanischen Autos aus den 60er Jahren zu sitzen. Die Preise sind durchschnittlich bis günstig und die Auswahl ist relativ groß und umfasst neben traditionellen Burgern auf vegetarische Varianten. Außerdem haben unsere Kinder Malsachen angeboten bekommen und es gibt es eine kleine Spielecke für Kinder, sodass ein Besuch zu einem echten Erlebnis für die ganze Familie wird.



Nach dem Zwischenstopp in Nestved ging die Fahrt weiter nach Falster. Dort befand sich nämlich unser Ferienhaus, was wir für die zweite Woche in Dänemark gebucht hatten. Nachdem wir in der ersten Woche fast jeden Tag in ein neues Hotel gezogen sind, wollten wir die zweite Woche einfach in einem Ferienhaus in Strandnähe entspannen. Wir waren vor fünf Jahren schon mal am selben Ort, nämlich in Marielyst mit unserer damals anderthalb jährigen Tochter. Wir fanden den Strand damals so kinderfreundlich, weil er sehr ruhig ist und das Wasser ziemlich flach ist. Außerdem sind die Ferienhäuser sehr schön und verfügen meist über einen großen Garten, in dem die Kinder viel Platz zum Spielen haben. So war es dieses Mal auch, das Ferienhaus hat sehr dem alten von unserem ersten Besuch geähnelt. Wir haben unser Ferienhaus wieder über Novasol gebucht. Nur leider gab es im Haus in jeder Ecke Spinnen und während unsere Tochter begeistert war und der Oma freudestrahlend berichtete, dass wir in einem Halloweenhaus wohnen, fand ich das eher nicht so ansprechend. Ansonsten war das Haus schön, wir hatten sogar drei Schlafzimmer, eins mehr als wir brauchten und wir waren nur circa 9 Minuten Fußweg vom Strand entfernt.



Mit dem Wetter hatten wir dieses Mal allerdings leider nicht so viel Glück, meistens war es windig und kühl und das Meer war dadurch auch eher aufbrausend. Trotzdem haben wir es genossen, mal wieder am Wasser zu sein, das Meer rauschen zu hören und die Stille zu genießen. Der Strand von Marielyst wurde sogar schon mehrmals zum besten Strand oder zum schönsten Strand Dänemarks gewählt und finde ihn auch richtig schön und nicht überlaufen, sondern immer relativ ruhig. Von der Spitze der Insel Falster aus kann sogar die Fähre nach Rostock nehmen. Insgesamt hat und der Urlaub in Dänemark sehr gut gefallen. Als kinderfreundliches Land eignet sich Dänemark wirklich sehr gut für einen Familienurlaub und wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch im Nachbarland. 🙂




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