Der Emmaljunga NXT90 Kinderwagen – Unsere Erfahrungen

Werbung wegen Markennennung| Der folgende Erfahrungsbericht bezieht sich nur auf den Sportwagen, die Babywanne haben wir nicht erworben und deshalb auch nicht getestet.


Der Emmaljunga NXT90 ist optisch wohl der schönste der drei Kinderwägen, die wir bsiher hatten. Ja, obwohl wir nur ein Kind haben, ist dies trotzdem bereits unser dritter Kinderwagen. Vor dem Emmaljunga hatten wir einen Britax Go Next , der uns leider zu Bruch gegangen ist und deshalb im Februar durch den Emmaljunga ersetzt wurde. Zusätzlich haben wir einen Baby Jogger City Mini GT, der uns meist auf Reisen begleitet, weil er gut in den Kofferraum passt.

In Norwegen schwören viele auf die schwedische Marke Emmaljunga und seit der NXT90 bei uns im Einsatz ist, verstehe ich auch, weshalb. Warum ich unter Umständen trotzdem den Britax Go Next oder Baby Jogger vorziehen würde, könnt ihr hier lesen.

Optik:

Optisch macht der Emmaljunga NXT90, wie ich finde, wirklich was her mit seinen weissen Reifen, Alu-Gestell und dem hellgrauen Bezug (man kann zwischen mehreren Farben wählen) und sieht viel moderner aus als die üblichen Modelle von Emmaljunga, die mir doch eher altmodisch erschienen.

Ausstattung und Funktionen:

Der Emmaljunga macht einen soliden Eindruck und verfügt über einige praktische Funktionen, wie z.B. das mitgleiferte Mückennetz und er Sonnenschutz, die sich an der Laube befestigen lassen und die Teleskop-Lenkstange, an der auch eine Art kurze Leine mit einer Schlaufe angebracht ist, durch die man den Arm führen kann und den Kinderwagen damit fest halten kann, sollte der Wagen einfach mal losrollen. Das finde ich persönlich praktisch, wenn das Kind bereits alleine an der Hand läuft und man den Wagen mit einer Hand fest halten will. Er rollt nämlich im Schnee gern mal alleine los, wenn die Bremse nicht angezogen ist.

Der Einkaufskorb ist von der Größe her in Ordnung, etwas grösser als der vom Baby Jogger City Mini GT, aber nicht so gross wie der vom Britax Go Next. Der Sportaufsatz lässt sich in beide Richtungen befestigen.

Vollständige Liegestellung:

Positiv ist weiterhin, dass die Rückenlehne komplett waagerecht gestellt werden kann. Das war für uns auch der ausschlaggebende Faktor für den Kauf. Da unsere Tochter im Kindergarten draußen im Kinderwagen ihren Mittagschlaf gehalten hat, brauchten wir einen Wagen, der über eine vollständige Liegefunktion verfügt. Dies bietet der Baby Jogger City Mini GT leider nicht, weshalb er nicht zum Schlafen in Frage kam.

Die Rückenlehne lässt sich allerdings etwas schwerfällig runter stellen und ich bezweifle, dass es mir gelungen wäre, sie während der Fahrt herunter zu klappen, ohne meine Tochter dabei aufzuwecken. Mit dem Britax und BabyJogger war dies möglich, da die Lehnen recht einfach runter gleiten. Da unsere Tochter aber schon länger nicht mehrbei Spaziergängen im Kinderwagen eingeschlafen ist, konnte ich es mit dem Emmaljunga nie testen.

Räder und Fahrgestell:

Die vorderen Räder sind kleiner als die hinteren und schwenkbar, können aber fest gestellt werden, was im Schnee sehr praktisch ist. Insgesamt rollt der Wagen, selbst mit schwenkenden Vorderrädern sehr gut durch hohen Schnee, damit ist der Kinderwagen super für norwegische Verhältnisse geeignet. Das ist auch der grösste Vorteil des Emmaljunga gegenüber dem Britax Go Next, mit dem ich selbst bei fest gestellten Vorderrädern ständig im Schnee stecken geblieben bin. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Räder des Emmaljunga grösser sind als die vom Britax. Ausserdem ist der Emmaljunga mit seinen 15,8 kg schwerer, das macht es einfacher durch den Schnee zu kommen, ist gleichzeitig aber auch das grösste Manko, meiner Meinung nach. Er lässt sich ohne Schnee nämlich, im Vergleich zu unseren bisherigen Kinderwägen, nicht so einfach rollen und fühlt sich schwerer an. Außerdem ist die Bremse etwas schwerfällig.

Gewicht des Untergestells laut Hersteller: 9,7 kg

Gewicht des Sportaufsatzes laut Hersteller: 6,1 kg

Verfärbung:

Zusätzlich zum Stoff konnte man auch die Art der Räder wählen. Ich habe mit für die weißen, Luftgefüllten Räder entschieden. Zum Einen mochte ich das Fahrgefühl, zum Anderen fand ich sie am schicksten. Nach wenigen Monaten wurde meine Freude allerdings bereits getrübt, denn die weiße Farbe verfärbte sich braun, und das, obwohl der Wagen wenig genutzt wurde und imme trocken bei uns im Haus gelagert wurde. Im Juli waren wir bei einer kostenlosen Kinderwagen-Kontrolle, die unser Kinderfachgeschäft anbietet. Dort sprach ich das Problem an und die Räder wurden sofort ausgetauscht und die alten im Rahmen der Garantie an den Hersteller gesendet.

Fazit:

Der Emmaljunga NXT90 ist ein solider Sportwagen, der sich stabil und wertig anfühlt. Ich komme mit dem Emmaljunga im norwegischen Winter mit viel Eis und Schnee am besten voran. Deshalb ist er meine erste Wahl für den Winter. Wer also in einem schneereichen Gebiet wohnt, wird die Anschaffung des Emmaljunga sicher nicht bereuen, weil er mit seinen grossen Rädern und seinem hoheren Gewicht solide durch den Schnee rollt.

Dafür muss man auch ohne Schnee mehr Kraft aufwänden um ihn zu schieben. Es gibt sicher Modelle, die sich leichter schieben lassen. Deshalb greife ich, wenn kein Schnee liegt, lieber auf den kleineren und leichteren Baby Jogger City Mini GT zurück.

Wer in einem Gebiet mit wenig bis gar keinem Schneeaufkommen residiert, dem würde ich eher den Britax Go Next empfehlen, da dieser wirklich sehr angenehm leicht zu schieben ist, über eine ergonomisch geformte Lenkstange verfügt und dazu noch den grössten Korb besitzt, den ich bis jetzt bei einem Kinderwagen gesehen habe.

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