Wie ziehe ich mein Baby im Winter richtig an?

Der Artikel enthält Werbung (unbezahlt, alles selbst gekauft), da auf den Bildern Markennamen erkennbar sind.

Der Winter in Norwegen hat mich bereits bei meiner Ankunft im November 2011 vor Herausforderungen gestellt. Kein Wunder, denn wir haben hier in der Regel von November bis April Schnee und die Temperaturen können gern mal auf -19 runter gehen, so wie letztes Jahr im Februar. Schon bevor unser Wintermädchen auf die Welt kam, stellte ich mir deshalb öfter die Frage: Wie ziehe ich mein Baby oder Kleinkind im Winter richtig an?

Babys können uns ja leider noch nicht sagen, ob sie frieren oder schwitzen. Die Wahl der richtigen Kleidung und insbesondere der Unterwäsche ist deshalb das A und O. Die Norweger empfehlen hier nach dem Drei-Lagen-Prinzip vorzugehen.

Die erste Lage

Die erste Lage soll den Körper warm und trocken halten. Hier sollte man am besten Schurwolle benutzen. Merinowolle ist besonders weich und deshalb angenehm zu tragen. Es gibt auch Bodys und Unterhosen aus einem Gemisch aus Wolle und Seide, die sich extra weich anfühlen und deshalb gut für Babys und Kleinkinder geeignet sind.

Wer keine echte Wolle benutzen möchte, kann alternativ auch Unterwäsche aus Bambusfasern wählen. Man liest hier immer wieder, dass Baumwolle vermieden werden sollte, da es die Feuchtigkeit vom Körper zwar aufnimmt, sich dann aber feucht und kalt anfühlt. Wolle dagegen kann mehr Feuchtigkeit absorbieren ohne sich dabei kalt anzufühlen.

Die zweite Lage

Die zweite Lage oder Zwischenschicht, dient der Isolation, soll also die Kälte von Außen abhalten und die Wärme drin behalten. Hier eignen sich Stoffe wie Wolle oder Fleece. Beide Materialien können die Temperatur gut regulieren, da sie wärmen und Feuchtigkeit abtransportieren. Bei Babys, die noch im warmen Schlafsack im Kinderwagen liegen, ist hier bereits Schluss. Bei Kleinkindern, die sich selbst draußen bewegen, gibt es noch eine dritte Lage.

Die dritte Lage

Die äußerste Lage soll schließlich vor Wind und Wetter schützen. Je nach Wetterlage werden hier wind- und/oder wasserdichte Materialen benutzt. Bei Schnee oder trockener Kälte greift man auf den Schneeanzug zurück, da ein Anzug gegenüber Jacke und Hose besser die Wärme drin behält und den Schnee draußen lässt. Bei Tauwetter und Regen wählt man dagegen ein wasserabweisendes Regenset bestehend aus Hose und Jacke.

Wir sind mit dem Drei-Lagen-Prinzip bisher immer gut gefahren. Aus eigener Erfahrung benutzen wir am liebsten Wolle als erste und zweite Lage, weil Fleece sich künstlicher anfühlt und zu statischer Aufladung neigt. Das ist aber Geschmackssache.

Das gute an Wolle ist auch, dass man damit auch nicht zu sehr schwitzt, wenn man in einen beheizten Raum kommt. Wobei wir zu hause oft die zweite Lage durch ein dünnes Baumwollshirt ode eine Strickjacke austauschen.

Das Drei-Lagen-Prinzip ist übrigens nicht nur für Kinder zu empfehlen, sondern gilt auch für Erwachsene. Manche kommen vielleicht ohne aus, aber ich möchte meine Wolltops- und unterhosen nicht mehr missen. Als zweite Lage greife ich aber nur an besonders kalten Tagen auf einen Wollpulli zurück, sonst genügt auch ein normaler Strickpullover.

Natürlich gehören zur kompletten Winterausstattung auch noch Schals, Mützen und Handschuhe sowie das richtige Schuhwerk. Das ist dann schon wieder ein neues Thema für sich. 😉

Was tragen eure Kinder im Winter? Habt ihr schon mal Schurwolle ausprobiert?

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